Filmreviews · 24. Oktober 2005

XX2

XXX2 - State of the Union

Regie: Lee Tamahori

Ice Cube - XXX/Darius Stone
Samuel L. Jackson - Agent Augustus Gibbons
Willem Dafoe - Gen. George Octavius Deckert
Scott Speedman - Agent Kyle Steele
Peter Strauss - President James Sanford

Kurzinhalt:
Nach einem bewaffneten Angriff auf einen NSA-Stützpunkt, dem die Agenten Augustus Gibbons und Toby Shaver nur um Haaresbreite entkommen können, müssen beide untertauchen, um dem Drahtzieher des Anschlags dingfest zu machen. Ausgerechnet Sträfling und Ex-Special-Forces-Mann Darius Stone, soll Ihnen dabei als neuer Tripple-X-Agent helfen. Nach erfolgreichem Gefängnisausbruch beginnen die Ermittlungen, die Stone, Gibbons und Shaver schnell auf die Spur einer großen Regierungsverschwörung bringt, die eng mit Stones und Gibbons Vergangenheit zu tun hat. Können Sie die Verschwörer stoppen, bevor sie den amerikanischen Präsidenten stürzen können?

Kritik:
Tripple-X ist wieder da, allerdings nicht in Gestalt von Vin Diesel – diesen hat man diskret in einem Nebensatz sterben lassen – sondern mit einem neuen alten Gesicht, dass Rapper Ice-Cube gehört. Dabei erweist sich dieser wie im im ersten Teil Diesel als großer Sprücheklopfer. Der Hauptunterschied zwischen beiden allerdings der Background.

War der von Diesel gespielte Xander Cage noch in der Hauptsache ein anarchischer Extremsport-Freak, ist Ice-Cubes Stone mehr der coole Supersoldat und macht seinem Namen alle Ehre. Auch wenn die Story auf den ersten Blick nach Politthriller riecht, steht der Name Tripple-X weiterhin für atemlose Hochglanzaktion und lässt dem Zuschauer kaum eine Minute zum Luftholen. Dabei begann Ice.Cube seine Karriere bereits 1991 mit Spike Lees Sozialdrama „Boyz n the Hood“, spielte aber besonders in den letzten Jahren immer wieder vor allem in den letzten Jahren immer wieder in Actionfilmen wie „Torque“ („Hart am Limit“), „Ghosts of Mars“ und „Three Kings“ mit.

Wieder dabei ist Samuel L. Jackson als Augustus Gibbons, der schon im ersten Teil den verschlossenen und mürrischen Auftraggeber miemte. Auch wenn seine Rolle auch im zweiten Teil nicht wesentlich größer ist, als im ersten, beweist er einmal mehr seine Vielseitigkeit. Ob Sternenkrieger, Agentenveteranen, Lehrer oder rachsüchtige Unfallopfer, Mr. Jackson ist die richtige Wahl. Als Bösewicht konnte man den auf fiese Rollen abonnierten Willem Daffoe gewinnen.

In die Präsidentenrolle durfte diesmal Peter Strauss schlüpfen. Der schon fast vergessene Mieme war zuletzt nur noch in einigen wenigen TV-Auftritten zu sehen, erweist sich aber als Idealbesetzung für Amerikas wichtigsten Mann. 

Mit Vin Diesel gab auch Rob Cohen seinen Regiestuhl ab, wechselte allerdings ins Produzententeam. Als neuen Regisseur engagierte man Lee Tamahori, der schon im letzten James Bond Film „Die Another Day“ („Stirb an einem anderen Tag“) zeigen durfte dass er es richtig krachen lassen kann.

Fazit:
Wer lieber atemlose Action statt Story hat, der kann getrost in XXX2 gehen. Jeder der allerdings auch das von einem guten Actionfilm erwartet, bleibt lieber außen vor.

Ursprünglich veröffentlicht auf alien-on-earth.de, geborgen aus der Wayback Machine.