Filmreviews · 14. Mai 2005

Ghost in the Shell 2

Ghost in the Shell 2: Innocence

Regie: Mamoru Oshii
Buch: Masamune Shirow (basiert auf seinem Manga)
Musik: Kenji Kawai

Batô = Akio Ôtsuka
Major Motoko Kusanagi = Atsuko Tanaka
Togusa = Kôichi Yamadera
Sektion 9 Leiter Aramaki = Tamio Ôki
Ishikawa = Yutaka Nakano
Kim = Naoto Takenaka

Kurzinhalt:
Im Jahre 2032 wird Sektion 9 Agent Batô auf eine ungeklärte Mordserie angesetzt. Die Opfer wurden alle von Ihren eigenen Dienstrobotern getötet und im ersten Moment scheint es keine Gemeinsamkeiten der Fälle zu geben. Dann jedoch  kommt Batô mit seinem Partner Tagusa einem Geheimnis des Locus Solus Konzerns auf die Spur und bekommen dabei von unerwarteter Seite Hilfe.

Kritik:
“Innocence” setzt von seiner Handlung 3 Jahre nach dem ersten Film an. Dabei erkennt man direkt einige bekannte Gesichter, die schon in Teil 1 mit dabei waren. Im Zentrum der Handlung steht diesmal allerdings Batô, der wieder den abgebrühten Cyborg-Cop spielt und den ein oder anderen markigen Spruch fallen lassen darf.

Die Story an sich greift wieder tief in die philosophische Grabbelkiste. Dabei geht es im kontext wieder um die Fraqge, wieviel Maschine in einem Menschen und viel Mensch in einer Maschine steckt. Wie schon im Vorgänger bedient sich der Film dabei sehr futuristischen und stylischen Computeranimationen, die mit klassischer 2D Animation kombiniert wird. Dabei zeigt Oshii wie in seinen vorangegangenen Filmen, dass er ein sehr visueller Regiesseur ist.

Die Musik ist einmal mehr von Kenji Kawaii, der Oshiis Leib und Magen Komponist ist, und es geschafft hat, eine logische Fortsetzung zu seiner ersten Score zu schaffen. Dabei geht das Titelthema schnell ins Ohr und findet sich in vielen Varianten im Film wieder. Und am Ende steht das romantische “Follow Me”, dass einen wunderbaren Kontrast, zum sehr Actionreichen Finale darstellt.

Bisher gibt es den Film leider nur in einer ungedubbten Originalfassung mit Englischen Untertiteln. Die Strapatsen des Mitlesens lohnen sich aber alle Mal!

Fazit:
“Innocence” ist dabei definitiv ein würdiger Nachfolger. Zwar ist auch “Innocence” kein einfacher Mainstreamstoff,  aber ein Muss für jeden Anime-Fan. Hoffentlich wird es nicht noch weitere 9 Jahre bis zum dritten Teil dauern.

Ursprünglich veröffentlicht auf alien-on-earth.de, geborgen aus der Wayback Machine.