Filmreviews · 15. Januar 2006
Batman Begins
Batman Begins
Regie: Christopher Nolan
Musik: Hans Zimmer, James Newton Howard
Christian Bale - Bruce Wayne/Batman
Michael Caine - Alfred
Liam Neeson - Ducard
Katie Holmes - Rachel Dawes
Gary Oldman - Jim Gordon
Cillian Murphy - Dr. Jonathan Crane
Tom Wilkinson - Carmine Falcone
Rutger Hauer - Earle
Ken Watanabe - Ra’s Al Ghul
Kurzinhalt:
Nach dem Mord an seinen Eltern, fällt es Bruce Wayne schwer, ins Leben zurück zu finden. Er zieht in die Welt hinaus, wo er auf den undurchsichtigen Ducard, der zu seinem Mentor wird. Nach einem Zerwürfnis zwischen beiden kehrt Bruce nach Gotham City zurück, dass inzwischen zu einer Brutstätte des organisierten Verbrechens geworden ist. Immer noch durch den Tod der Eltern traumatisiert, beschließt er, sich voll und ganz dem Kampf gegen die Unterwelt zu widmen. Schnell stößt er auf eine Verschwörung im Schatten, die das Ziel hat, ganz Gotham zu vernichten.
Kritik:
Als 1997 das dynamische Duo eher eine traurige Figur an den Kinokassen machte, schien ein 5. Batman Film in weiter Ferne. Und tatsächlich hat es 7 Jahre gedauert, bis die Fledermaus erneut auf der großen Leinwand gelandet ist. Doch haben wir es diesmal nicht mit einem Sequel, sondern mit einem - immer populärer werdenden - Prequel zu tun. Und nach Keaton, Kilmer und Clooney wagt sich diesmal American Psycho Christian Bale in den Ring und macht dabei eine ziemlich gute Figur. Außerdem bewies er wahres Leidensvermögen, denn für die Rolle des Bruce Wayne musste er nahezu 30 KG an Muskelmasse zunehmen, denn in seinem letzten Film “the Maschinist” turnte er total abgemagert und unterernährt durchs Bild.
Doch auch an sonstiger Starpower wird diesmal nicht gekleckert, sondern geklotzt. Namen wie Gary Oldman, Michael Caine, Liam Neeson, Rudger Hauer und Morgan Freeman, werden von Nachwuchs Cillian Murphy und Katie Holmes unterstützt. So was sieht man selten auf dem Big Screen.
Oft nutzen Studios die geballte Starpower um ein schwaches Drehbuch oder einen löchrigen Plot zu unterfüttern. Nicht so bei Batman Begins. Ohne hier zu sehr ins Detail gehen zu wollen, erweist sich die Story erfrischend ungradlinig. Dafür zeichnete sich vor allem David S. Goyer verantwortlich, der vor allem dadurch bekannt wurde, das Comic-Blade für den Big Screen zu adaptieren. Nach dem sehr enttäuschenden dritten Blade Trinity hatte er sichtlich was gut zu machen! Mit Batman Begins wetzt er die Scharte wieder aus!
Christopher Nolan, der Regiesseur des Streifens, ist noch ein recht unbeschriebenes Blatt, zählt aber zu den “Regiewunderkindern”. Sein Thriller Memento erzählte die Geschichte eines Mannes ohne Kurzzeitgedächtnis. Der Clou: Die Story wurde von hinten nach vorne erzählte und somit der Zuschauer Teil der Gedächtnislücke. Das Filmexperiment gehört damit definitiv zu den modernen Klassikern des Genres. Mit Batman Begins etabliert Nolan sich im Blockbuster Genre.
Doch gibt es auch ein Haar in der Suppe, zumindest für Pfennigfuchser wie mich, die sich noch gut an die bisherigen Batman Filme erinnern. Da wurde uns nämlich schon einmal die Geschichte vom Tod Bruce Waynes Eltern erzählt und da war bekanntlich ein Gewisser Jack Napier, der spätere Joker für verantwortlich. Ob die neue oder alte Verfilmung hier Recht hat oder die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt wissen leider nur die Hardcore-Fans!
Fazit:
Darüber hinaus kann man aber nur sagen, dass die reinen Batman-Popkorn-Zeiten gezählt sind! Ein starke Neuanfang mit Hans Zimmer-Klängen und toller Ausstatung, eben Batman at its best, bzw. Batman Reloaded!!
Ursprünglich veröffentlicht auf alien-on-earth.de, geborgen aus der Wayback Machine.